Werder Bremen – HSV

Wer war noch mal dieser Krake Paul? Lächerlich! Schon seit Langem stört es mich, dass ein kopffüßiger Oktopus die Berühmtheit erlangte, die doch eigentlich mir gebührt. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Ich kann warten. FÜNF Spiele in Folge habe ich derweilen für sportwetten-pur.de richtig vorausgesagt. Wer jetzt noch nicht auf mich hört, wird es wahrscheinlich nicht mehr lernen.

Für den 29. Spieltag habe ich mir ein absolutes Topspiel rausgesucht: Werder Bremen gegen den HSV. Denn mit jeweils 20 Punkten in der Rückrunde haben beide Teams nach elf Spielen schon mehr Punkte geholt als in der Hinrunde. Nur Bayern (26) und Gladbach (22) sammelten in der zweiten Halbserie mehr Zähler. Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit ist damit das Nord-Derby kein Not-Derby.

Die Bremer sind momentan heiß wie Frittenfett. Seit acht Partien haben die Grün-Weißen nicht mehr verloren und die letzten drei Heimspiele wurden ohne Gegentor gewonnen. Und das alles trotz massiver Personalprobleme. Serge Gnabry fiel Wochen verletzt aus, ebenso Kapitän Fritz. Mit Bauer, Caldirola, Bargfrede und Hajrovic mussten weitere potenzielle Stammkräfte passen. Seit letzter Woche fehlt nun auch noch der neue Chef im Mittelfeld, Thomas Delaney, mit einem Faserriss im Oberschenkel. Der Däne hatte beim 5:2 in Freiburg mal eben drei Treffer erzielt. Dafür sind gegen den HSV nun aber Gnabry und Bargfrede wieder dabei, wenn auch erst mal wohl auf der Bank.

Am 28. Spieltag gab es in Frankfurt einen kleinen Dämpfer, da nach einer 2:0-Führung nur ein 2:2 heraussprang, aber davon werden die Bremer sich nach den Erfolgen zuvor schon erholt haben.

Spiele gegen den HSV sind für Bremen immer etwas Besonderes, noch etwas besonderer sind diese Partien aber für Max Kruse. Denn in acht Spielen gegen den Bundesliga-Dino hat der an Hamburgs Stadtrand geborene Stürmer noch nie verloren.

Mit einem Sieg könnte Bremen wohl endgültig den Abstiegskampf abhaken. Und wer weiß, vielleicht würde dann tatsächlich noch was Richtung Europa gehen.

 

Auch der HSV befindet sich seit November 2016 klar im Aufwind. Markus Gisdol hat dem Team mittlerweile seinen Stempel aufgedrückt. Das hohe, laufintensive Pressing des HSV setzt – die Bayern mal ausgenommen – die gegnerische Abwehr immens unter Druck, provoziert Ballverluste und stört den Spielaufbau massiv. Dazu hat Gisdol mit Kostic, Müller und Wood schnelle Spieler, die in den letzten Monaten mehr schöne Konter ausgespielt haben als in mehreren Jahren zuvor. Nicolai Müller hat sich allerdings vor ein paar Wochen verletzt und wird diese Saison voraussichtlich nicht mehr spielen. Als Ersatz hat der Coach allerdings den Ex-Bremer Aaron Hunt. Der macht alles etwas langsamer als Müller, dafür mit mehr Finesse. Hunt traf zuletzt beim 2:1-Sieg gegen Hoffenheim doppelt. Nun geht es für ihn gegen die alte Liebe.

Neben Müller muss der HSV in Bremen auch auf Ekdal, Adler und Papadopoulos verzichten. Letzterer fehlt wegen einer Gelbsperre. Der Einsatz von Bobby Wood wackelt noch etwas. Schon aufgrund der Geheimniskrämerei beim HSV ob dieser Personalie wird er aber wohl spielen können.

Derbys sind generell schwer zu tippen, da ist das Top-Duell im Norden keine Ausnahme. Bremen scheint mir im Moment zu stark, um diese Partie zu verlieren. Ein Unentschieden wäre aber durchaus drin. Mein Tipp: Für die Quote von 1,60 kriegt man bei einem Tipp auf einen Heimsieg sein Geld bei einem Unentschieden zurück. Das Risiko ist also recht gering.

 


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