RB Leipzig – Werder Bremen

Nach drei falschen Voraussagen in Folge endlich mal wieder ein richtiger Tipp. Den haben wir alle gebraucht, oder? Ich hoffe, nun eine richtige Serie zu starten. Diese Woche im Angebot: RB Leipzig gegen Werder Bremen.

Nach sieben Spieltagen ist ein Fünftel der Saison gespielt und Leipzig steht auf einem Champions-League-Platz. Auch wenn das aufgrund der Qualität des Kaders jetzt keine Riesenüberraschung ist, wurde diese Zwischenbilanz wohl nur von den Wenigsten erwartet. Wie geht es für die Roten Bullen weiter? Wo reihen sie sich in der Geschichte der furios gestarteten Aufsteiger ein?

Wird es am Ende eine Geschichte wie die von Kaiserslautern 1998 oder eher eine wie die von Hoffenheim 2008? Zur Erinnerung: Kaiserslautern schaffte vor 18 Jahren unter Trainer Otto Rehhagel die vielleicht größte Sensation der Bundesligageschichte: Der Aufsteiger wurde direkt Deutscher Meister.

Die TSG Hoffenheim schickte sich ein Jahrzehnt später an, dieses Kunststück zu wiederholen und wurde mit begeisterndem Offensivfußball Herbstmeister. In der Rückrunde brachen sie allerdings ein und landeten am Ende auf Platz sieben, auch weil sich Toptorjäger und damalige Neuentdeckung Vedad Ibisevic schwer verletzte und die gesamte Rückserie ausfiel.

Für Leipzig könnte ich mir am Ende eine Variante zwischen Kaiserslautern und Hoffenheim vorstellen. Die Meisterschaft wird es nicht werden, aber Europa ist drin.

 

Europäische Vergleiche wird es bei Werder Bremen in näherer Zukunft wohl nur in Form von Freundschaftsspielen geben. Mit Neu-Trainer Alexander Nouri versuchen es die Macher an der Weser nach Viktor Skripnik zum zweiten Mal mit einem jungen Trainer mit Stallgeruch. Erneut soll es bei den Grün-Weißen kein Mann mit Erfahrung richten, sondern ein junger Wilder. So was wird meistens gefeiert, wenn es gut geht, und streng verurteilt, wenn der Erfolg ausbleibt.

Bisher war Nouri sehr erfolgreich: 7 Punkte aus vier Spielen sind ein guter Start. Den gab es damals allerdings auch unter Skripnik. Der Ukrainer startete mit 9 Punkten aus vier Partien und führte die Grün-Weißen zum ungefährdeten Klassenerhalt. Woran es in der Folge in Bremen haperte, war die spielerische Weiterentwicklung. Skripnik wurden neben seiner speziellen Öffentlichkeitsarbeit auch immer wieder taktische Schwächen vorgeworfen.

Wie es um die taktischen Fertigkeiten des neuen Trainers bestellt ist, wird sich noch zeigen. Gegen die starken Leipziger müsste Nouri aber schon den einen oder anderen Joker aus dem Ärmel ziehen, damit für die Bremer was zu holen ist. RB wird sich zu Hause durchsetzen und zumindest noch eine Weile weiter davon träumen, eher wie Kaiserslautern als Hoffenheim zu sein. Die Quoten zum Spiel gibt es hier.

 

 

 

 

 


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