Leverkusen – Ingolstadt: Werkself unter Druck

Am Sonntag empfängt Leverkusen zum Abschluss des 15. Spieltags den FC Ingolstadt in der BayArena – klingt erst mal nach einer klaren Sache. Auf den zweiten Blick allerdings sieht es schon ganz anders aus. Denn die Werkself blieb bisher in der Liga deutlich hinter den Erwartungen. Mit 20 Punkten steht das Team von Roger Schmidt aktuell auf Platz 8. Sechs Siegen stehen bei zwei Punkteteilungen sechs Niederlagen gegenüber. Einzig die Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League lässt Leverkusens Coach noch einigermaßen fest im Sattel sitzen.

Ganz anders die Situation in Ingolstadt. Nach dem Katastrophenstart unter Markus Kauczinki mit zwei Punkten aus den ersten zehn Spielen wurden unter Neutrainer Maik Walpurgis sieben Punkte aus vier Spielen geholt. Am letzten Wochenende besiegten die Schanzer gar das zuvor noch unbesiegte Leipzig zu Hause. Ingolstadt hat den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze wieder gefunden, liegt nur einen Punkt hinter Wolfsburg auf Platz 15.

Nach den Pleiten gegen Leipzig und Bayern gab es für Leverkusen nur ein 1:1 in Freiburg. Dann wurde letztes Wochenende ein glücklicher Sieg gegen über 85 Minuten zu zehnt spielende Schalker geholt. Überzeugt hat die Werkself dabei aber nicht. Im Gegenteil. Bis gegen Ende der Partie die Kräfte bei den Knappen nachließen, war Schalke mindestens gleichwertig. Einen Elfmeter gab es diesmal für Leverkusen zwar nicht zu verschießen, dafür fiel das einzige Tor durch Kießling kurz vor Schluss aber nach einem unberechtigten Freistoß für Leverkusen. Chancen spielte sich der Champions-League-Teilnehmer zuvor gegen die neuformierte Schalker Abwehr kaum heraus. Gegen sicherlich defensiv eingestellte Ingolstädter müssen sie sich mehr einfallen lassen.

Mit dem Sieg gegen die roten Bullen hat Ingolstadt endgültig gezeigt, dass man mit der Mannschaft der ersten zehn Spieltage nur noch wenig gemein hat. Die Schanzer gingen früh und Führung und verteidigten dann äußerst geschickt die wütenden Angriffe der Leipziger. In Leverkusen wird Walpurgis seine Mannschaft wohl wieder ähnlich einstellen. Kratzen, kämpfen, beißen, dicht am Mann verteidigen und nach vorne immer wieder Nadelstiche setzen. Das funktionierte schon gegen Leipzig, und damit hat auch die dezimierte Schalke-Truppe Leverkusen gerade erst vor erhebliche Probleme gestellt, bis Kießling dann richtig stand.

Für die Werkself ist ein Sieg Pflicht, will man nicht mit zu großem Rückstand auf die internationalen Plätze Richtung Winterpause gehen. Denn dann könnte es für Roger Schmidt tatsächlich trotz der bisher erfolgreichen Champions League eng werden. Ingolstadt hätte Punkte zwar bitter nötig, würde bei einer Niederlage aber sicher nicht aus der Bahn geworfen werden. Die Veränderung unter Walpurgis scheint nachhaltig zu sein. Nicht nur deswegen traue ich den Schanzern einen Punkt durchaus zu. Die Quote dafür beträgt liegt bei 4,05.


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