FC Ingolstadt 04 – 1. FSV Mainz 05

Am Sonntagnachmittag hat der FC Ingolstadt seine wahrscheinlich letzte Chance auf den Klassenerhalt. Alles andere als ein Sieg gegen die Mainzer würde die Lampen bei den Schanzern so langsam ausgehen lassen. Die Chancen auf einen Erfolg stehen trotz des Negativtrends aber gar nicht so schlecht.

 

Es wird so langsam eng für den FCI. Noch nie hat ein Team mit 8 Punkten Rückstand aufs rettende Ufer (Platz 16) diese neun Spieltage vor Saisonende aufgeholt. Die Schanzer müssten also Historisches schaffen, um wenigstens noch die Relegation zu erreichen. Der Trend gibt dem Team von Maik Walpurgis allerdings keinen Anlass zur Hoffnung: Aus den letzten vier Partien holte Ingolstadt nur einen Punkt.

Dabei waren die Schanzer zuletzt meistens gar nicht das schwächere Team. Beim 2:5 in Sinsheim zum Beispiel hielten die Süddeutschen über weite Strecken gut mit, waren mindestens ebenbürtig. Auch gegen den BVB am letzten Spieltag hatte Ingolstadt mehr als genug Chancen, etwas Zählbares mitzunehmen. Ja, man sieht unter Walpurgis eine klare Entwicklung. Ja, das Team spielt besser als unter Markus Kauczinski. Aber leider auch Ja, es springen viel zu wenig Punkte raus. Ähnlich wie Stuttgart in der letzten Saison – wenn auch weit weniger spektakulär – holt der FCI trotz guten Ansätzen kaum Zählbares.

Mit 19 Punkten aus 25 Spielen sieht es für eine Mannschaft in den meisten Jahren ziemlich schlecht aus. In dieser Spielzeit aber sind 19 Zähler besonders wenig. Denn die Konkurrenten im Abstiegskampf – Darmstadt mal außen vor gelassen – punkteten in den letzten Wochen wie Anwärter auf europäische Weihen. Am schlechtesten machte es da noch Mainz.

Und gegen die Mainzer wird es auch so was wie die letzte Chance für Ingolstadt. Wenn man die 05er schlägt, könnte noch was drin sein im Kampf um den Klassenerhalt. Denn die Gegner danach sind mit Augsburg, Darmstadt, Wolfsburg und Bremen allesamt Mannschaften, die ebenfalls im Abstiegskampf stecken. Erst mal müsste der FCI aber seine notorische Heimschwäche ablegen, mit nur 9 Punkten sind die Schanzer das mit Abstand schlechteste Heimteam der Liga.

 

Die gute Nachricht für Ingolstadt: Auch bei Mainz läuft es alles andere als berauschend. Mit 8 Punkten aus acht Rückrundenpartien haben sie nur einen Zähler mehr geholt als die Schanzer. Außerdem sind sie mit 10 Punkten in der Fremde eines der schlechtesten Auswärtsteams.

Und für mich liegt die schwache Mainzer Rückrunde vor allem an einer (fehlenden) Personalie: Yunus Malli. Der omnipräsente Ideengeber der letzten Jahre hat sich im Winter dem VfL Wolfsburg angeschlossen. Es ist Trainer Martin Schmidt bisher nicht gelungen (und das wird es auch nicht), diese Lücke zu schließen. Der von Stoke City gekommene Bojan Krkic hat die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt, am ehesten sorgt noch Seeler-Enkel Levin Öztunali für die besonderen Momente in der Mainzer Offensive. Aber von diesen gibt es zu wenig.

Zudem hatten die 05er mit Verletzungssorgen, speziell in der Offensive, zu kämpfen. Cordoba und Muto fielen lange aus. Nun sind beide wieder da und fit, speziell Muto aber noch nicht in Topform.

Mainz würde den Vorsprung auf Ingolstadt bei einem Sieg auf 13 Punkte ausbauen und das Thema „Direkter Abstieg“ damit wohl endgültig zu den Akten legen. Aufgrund der Performance beider Mannschaften in den letzten Wochen tippe ich allerdings auf einen Hoffnungs-erhaltenden Sieg des FCI, irgendwann müssen die Dinger ja schließlich mal reingehen. Die Quote dafür liegt mit 2,15 auch gar nicht mal so schlecht.


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