Bundesliga: FC Schalke 04 – 1. FC Köln

In der Bundesliga steht mal wieder eine englische Woche an. Von den meisten Fans geliebt, wird sie von den Vereinen (ob des vollen Terminkalenders) eher zähneknirschend ertragen. Dabei bietet sie für Teams in jeder Lage Chancen: Für die Mannschaften bei denen es gut läuft, sind drei Spiele innerhalb kürzester Zeit die Möglichkeit, das Momentum möglichst intensiv zu nutzen. Bei Teams mit einem Negativlauf birgt die englische Woche die Chance, das Ruder möglichst schnell herumzureißen.

Der FC Schalke 04 könnte eine Kurskorrektur gut gebrauchen, stehen die Knappen doch nach drei Spielen ohne Punkt und Tor da. Schaut man sich den Kader der Gelsenkirchener an, ist das schon eine Überraschung. Fast schon eine Sensation ist es, dass Verein und Umfeld mit diesem Zwischenergebnis erstaunlich gelassen umgehen. Weder der Kopf vom neuen Trainer Weinzierl noch der vom neuen Manager Heidel wurde bisher gefordert. Aber ewig wird die Schonzeit auf Schalke nicht anhalten. Wenn das sportlich verantwortliche Duo nicht bald Ergebnisse vorlegt, wird zumindest einer (wahrscheinlich Weinzierl) Probleme bekommen.

Neben dem Bonus für die beiden neuen Macher spielt bei der Bewertung im Umfeld vielleicht auch eine Rolle, dass Schalke in keinem der drei Spiele komplett enttäuscht hat. Anders als Bremen, das andere Team ohne Punkt, traten die Knappen in keiner Partie wie ein designierter Absteiger auf. Zu Hause gegen die Bayern sah das sogar über weite Strecken ganz gut aus, was Huntelaar, Höwedes, Naldo und Co. anboten. Am Sonntag in Berlin sorgten zwei individuelle Fehler für die Niederlage der sonst passabel agierenden Schalker.

Im zweiten Heimspiel der Saison muss aber nun gepunktet werden, sonst wird der Bonus der neuen Führungsriege wohl verbraucht sein.

Gegen die Kölner dürfte das allerdings ein schwieriges Unterfangen werden. Der FC ist stark in die Saison gestartet und steht mit 7 Punkten nach drei Spielen momentan auf Platz vier. Am letzten Freitag wurde Freiburg zu Hause souverän mit 3:0 besiegt. Und beim einzigen „Punktverlust“ in Wolfsburg waren die Kölner die bessere Mannschaft.

Ein Gegentor haben die Domstädter noch nicht kassiert. Die Abwehr der Geißböcke stand bisher trotz des langfristigen Ausfalls von Maroh sicher. Es macht sich in Köln bezahlt, dass man mit Maroh, Heintz, Sörensen und Mavraj vier gleichwertige Innenverteidiger hat. Vorne sorgen vor allem Modeste, Risse und Bittencourt für Torgefahr. Letzterer fällt auf Schalke zwar aus, aber mit Zoller, Mladenovic und Jojic hat Trainer Peter Stöger mehrere adäquate Alternativen parat.

Die Schalker werden versuchen, das Spiel zu machen, die Kölner wohl auf Konter setzen. Je länger das Unentschieden steht, desto mehr Risiko werden die Schalker gehen müssen. Aufgrund der bisherigen Abschlussschwäche der Knappen, der starken Defensive der Kölner und weil ein Punkt Köln mehr hilft als Schalke, empfehle ich für diese Partie, auf weniger als 2,5 Tore zu wetten. Dafür gibt es immerhin eine Quote von 1,90.


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