Sky spielt weiter live Doppelpass mit der Liga

So wie der FC Bayern mit dem BVB einen ernsthaften Konkurrenten im Fußball-Oberhaus bekommen hat, so musste sich Sky bei den Verhandlungen um die Übertragungsrechte für die Bundesliga ebenfalls gegen einen neuen Rivalen durchsetzen. Der FCB verlor, der Münchner Bezahlsender aber setzte sich durch.

Der Bezahlsender Sky überträgt die Bundesliga live. Bild: Imago

Der Bezahlsender Sky überträgt die Bundesliga live. Bild: Imago

Frankfurt/Main. Der Poker ist beendet, Sky hat das beste Blatt aufgelegt. Die Übertragungsrechte der Livespiele der Bundesliga bleiben beim Münchner Pay-TV-Sender, der sich damit gegen die Deutsche Telekom durchsetzte, die in diesem Jahr erstmals auch ins Tauziehen um die Liveübertragung im Fernsehen eingestiegen war.

Bislang besaß die Deutsche Telekom die Rechte für die Übertragung im Internet und ließ den Ball bei „Liga Total“ rollen. Doch selbst damit ist am Ende der Saison 2012/13 Schluss. Ab der Spielzeit 2013/14 bis einschließlich zur Saison 2016/17 bekam Sky nämlich auch für das World Wide Web den Zuschlag und darf sich als großer Gewinner feiern lassen. Die Deutsche Telekom geht komplett leer aus.

Sky, ARD und ZDF sind die Gewinner

Die zweite frohe Botschaft, die Geschäftsführer Christian Seifert verkündete, lautet: Nach wie vor werden die Zusammenfassungen der Bundesliga in der altehrwürdigen „Sportschau“ der ARD ausgestrahlt. Den Zuschlag für das Topspiel am Samstagabend bekam als Zweitverwerter erneut das ZDF, das von dieser Partie wie bisher in seinem „Aktuellen Sportstudio“ berichten darf. Das alles teilte die Deutsche Fußball Liga in ihrer Pressekonferenz am Dienstag mit. Dabei betonten die Verantwortlichen aus, es sei nicht einzig und alleine um Geld gegangen.

Gleichwohl dürfen sich die Teams in der Bundesliga demnach über Einnahmen von 628 Millionen Euro pro Spielzeit freuen. Zuvor waren es noch 412 Millionen Euro gewesen. Durch das neue Gesamtpaket an den Rechten für die Bundesliga kommt die DFL in diesen vier Saisons somit auf einen Gesamterlös von 2,5 Milliarden Euro. 1,65 Milliarden Euro sind es aktuell in der laufenden Periode.

Poker beendet, Abo-Chaos bleibt aus

Gewinner also auf allen Seiten – einmal abgesehen von der Deutschen Telekom. Denn auch die Fußballfans, die bislang die Bundesliga live am Fernseher erleben wollten, bleibt im Sommer 2013 der große Übertragungs-GAU erspart. Ein neuer Anbieter hätte wahrscheinlich auch neue Unannehmlichkeiten erfordert. Den Sky-Vertrag hätten Fans kündigen müssen, im Gegenzug dann einen neuen Vertrag abschließen, eventuell sogar einen neuen Decoder zur Verschlüsselung anschaffen müssen. Wieder eine „Kiste“ mehr im Wohnzimmerschrank.

Man erinnere sich nur an den Pay-TV-Sender „Arena“ und das anschließende Chaos. Das kann der „kleine Mann“ freilich nicht gebrauchen. Erst recht nicht, als dann nach der Saison 2006/07 schon wieder der Abpfiff ertönte. Die Lösung, die die DFL nach dem Rechte-Poker präsentierte, ist für die große Mehrheit ein Sieg. Für Abonennten von „Liga Total“ bedeutet es in Sachen IPTV das kleinste Übel aller Konsumenten. Oder um im Bild zu bleiben: der Royal Flush bei den Bundesliga-Rechten.


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